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Geschrieben von phlox81 am 01.05.2003 um 16:40:

  Philosophie des Essens

Also gerade kam was sehr interssantes auf ZDF.
Da ging es ums essen, und besonders um den Geschmack
und Qualität. Es gibt eine zunehmende Anzahl an Leuten,
denen wieder die Qualität und der Geschmack der Produkte
wichtiger ist als der Preis. Ich gehöre auch dazu, weil
ich auch gerne Koche.

Was mich allerdings stört ist, das unsere Gesellschaft
immer mehr zum fastfoodverzehrenden Zombie mutiert,
wir die Nahrungsmittelherstellung immer mehr Industralisieren,
gleichzeitig aber uralte Produkte, die schon seit Jahrhunderten
bestand haben, wegen irgendwelchen Higienischen Standards
verbieten, z. B. Rohmilchkäse. Nur weil er aus nicht Pasteurisierter
Milch hergestellt wird.

Mich stört das alles vereinheitlicht werden soll, das Rotwein
nach Rotwein schmecken soll, und nicht nach dem Boden
auf dem er gewachsen ist.

Die immer schlechter werdende geschmackliche Qualität
der Produkte gleicht man dann durch Aromen(mit teilweiser
Hormonähnlicher struktur) aus. Substanzen werden eingesetzt
um den Geschmack der Produkte gleichmäßig zu (er) halten,
alles muss toll aussehen, und mit Farbstoffen wird fleissig
rumgemalt, das auge isst ja schließlich mit.

Die eigentlichen Grundprodukte aber sind seelenlos geworden,
Kartoffeln schmecken nach nix mehr(dafür gibts ja die Soße *g*),
Fleisch hat kein Aroma mehr, weil aus Kunstfutter nun
mal kein Aroma entstehen kann, Tiere sehen das erste mal
das Tageslicht auf dem Weg zum Schlachthof, usw.

Die Landwirtschaft, die uns alle mit ihren Produkten ernährt,
lebt nur noch dank teuerer Subventionen, die wir
wiederrum durch höhere Steuern und abgaben finanzieren.

Was denkt ihr wo das auf dauer hinführt ?

Devil



Geschrieben von Exekutor am 01.05.2003 um 18:14:

 

Ich werd später noch was dazu schrieben, aber ich geb mal meine Meinung worauf das hinführ:

Auf syntethisch erstellte Pillen und Kapseln, die alles lebensnotwendige erhalten und mit Geschmackstoffen ala "Hähnchen mit Pommes" und dergleichen ausgeliefert werden.

Für die heutige "Zeit ist Geld" Monokultur ist das essen doch meist nur ein notwendiges, Zeitfressendes Übel

Ciao Exe



Geschrieben von LX am 01.05.2003 um 19:19:

Achtung

Dazu habe ich auch vor einer ganzen Weile mal eine interessante Sendung gesehen. Demnach gibt es in Zukunft 2 Arten von Nahrung:


Die einen (so wie Devil81) legen eben Wert auf Geschmack und darauf, dass man merkt, worauf man da eigentlich rumkaut. Den anderen (so wie ich teilweise) ist Essen nur eine lebensnotwendige Zeitverschwendung - hauptsache mein Körper kriegt alles was er zum Leben braucht, aber es muss schnell gehen (sowohl von der Zubereitung als auch vom Verzehr). Ich denke mal, mit dieser Vermutung lagen die Leute, die diese Sendung geleitet haben, gar nicht mal so falsch, ich kann zumindest beide Seiten nachvollziehen (wenn ich auch eher zu letzterer tendiere).


Und noch etwas Off-Topic:
Zitat:
Original von Devil81
Was mich allerdings stört ist, das unsere Gesellschaft
immer mehr zum fastfoodverzehrenden Zombie mutiert,
wir die Nahrungsmittelherstellung immer mehr Indurstralisieren,

Mich dürstet danach, dir für diesen Patzer

+++ Bild konnte nicht geladen werden +++

zu verleihen... also mache ich das auch einfach mal. Herzlichen Glückwunsch Augenzwinkern


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